Blogeintrag zum 11.07.2016

Die Vielzahl der verschiedenen Einrichtungen die von den Seminarsteilnehmern besucht worden war, ergibt ein sehr heterogenes Bild des Buddhismus in Hamburg (vielleicht auch insgesamt in Deutschland). Auffällig war die leichte Überzahl der von Deutschen gegründeten Gemeinden bzw. Einrichtungen. Wat Buddhabharami, welche meine Gruppe besucht hat als thailändische Anlaufstelle war fast schon die Ausnahme. Insbesondere viel auch eine starke Fokussierung auf Meditationstechniken auf (Haus der Stille, Zen-Dojo).

Es scheint also zumindest bei Hamburger Konvertiten (vielleicht auch im ganzen „Westen“) so zu sein, dass Patchwork-Religion und synkretistische Elemente eine viel größere Rolle spielen, als beispielsweise der Buddhismus, den wir auf unserem Erkundungsgang kennengelernt haben. Dies ist im Zeitalter von esoterischen Bewegungen nicht verwunderlich. Außerdem sind als Mönch, oder selbst als Laie bestimmte buddhistische Aspekte (Anti-Materialismus, Aufwendung von Zeit fürs Meditieren) nicht mit einem „westlichen“ Lebensstil vereinbar.

Beeindruckend im speziellen fand ich das buddhistische Zentrum Hamburg. Bei dem Referat hat sich für mich ein Bild gezeichnet, das mich sehr an fundamentale Religionsstrukturen erinnert hat (was nicht zwangsweise heißen muss das dieses Zentrum fundamental ist). Insbesondere die Bereitstellung von WG-Zimmern – was nichts anderes als eine starke Bindung an den Verein nach sich zieht – und das nach außen gewandte Image mit Vorträgen und Workshops, finde ich hat einen komischen Beigeschmack.

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